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"Die Gesamteinspielung von Beethovens Streichquartetten durch das Auryn-Quartett geht langsam ihrem Ende entgegen. Diese dritte Folge stößt in den Bereich der Spätwerke vor, in jenen Kosmos also, der nach wie vor den Gipfel aller Quartettkunst bedeutet. Was bereits die vorangegangenen Folgen zeigten, bestätigt sich hier erneut: Der Beethoven der Auryns steht heute in der ersten Reihe der Konkurrenz. Mit einer Spitzenproduktion, etwa jener der Emersons, kann sie sich, was die Perfektion angeht, durchaus messen, hat dieser aber die größere emotionale Dichte voraus. Das zeigt sich vor allem bei der Wiedergabe der langsamen Sätze, so des unergründlichen Molto Adagio op. 132. Hier spürt man hinter der vollendet schönen Klanglichkeit das hintergrüdig-spirituelle Element, das dieser Auseinandersetzung mit Beethovens Spätwerk sein Gewicht und seine unverwechselbare Eigenart gibt. Das gilt natürlich auch für die schnellen Sätze, die nie ins bloß Sportive abgleiten. Ein groß gesehener und groß nachgestalteter Beethoven."
Alfred Beaujean

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