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Das Abegg Trio setzt (...) konsequent auf historische Instrumente. Jetzt hat es Klaviertrios des achtjährigen Mozart (KV 10-15) aufgenommen. Ulrich Beetz spielt eine Violine von Luppo (1729), Birgit Erichson ein Salomon-Cello (1756) mit Darmsaiten und flachem Bassbalken und Gerrit Zitterbart nutzt einen Hammerflügel und wechselt für das viel später entstandene Divertimento KV 254 auf einen Tangentenflügel. Vor allem der Pianist profitiert - er kann und darf herzhaft in die Tasten greifen. Dass niemand sich auf Samtpfoten durch die Noten bewegen muss, tut den frühen, bisher in keiner Gesamtaufnahme enthaltenen Trios ohnehin hörbar gut. Sie entziehen sich einer tüftelnd-zurückhaltenden Interpretation und vertragen viel Spielwitz und Spiellust. Das Abegg Trio hat beides! Fast möchte man schreiben, dass hier herrlich frisch drauflosmusiziert wird, wenn das nicht erstens ziemlich abgegriffen Klänge und das Abegg-Trio sich zweitens seine klugen Gedanken nicht schon vorher gemacht hätte - nämlich bei der Entscheidung für historische Instrumente. Heinz Gelking

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