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Da zeichnet sich mehr und mehr ein wahrhaft bedeutender Beethoven-Zyklus ab. Die „Fünfte“ ist im Rahmen einer neuen Gesamteinspielung der Symphonien immer eine besondere Aufgabe, da sie nun mal die populärste ist und daher am schwierigsten so zu gestalten, dass einem beim Hören doch noch mal der Atem stockt. Wer die Einspielungen der beiden ersten Symphonien und der „Siebten“ kennt, die Rajskis Kammerphilharmonie bereits vorgelegt hat, wird sich freilich nicht wundern, dass die Aufgabe mit Bravour bewältigt wurde: Diese „Fünfte“ ist genau die vorwärtsstürmende, buchstäblich mitreißende Revolutionsmusik, die sie sein sollte, und der durchsichtige, klar strukturierte Klang dieses vergleichsweise kleinen Orchesters kommt dem sehr entgegen. Selten ist das Beethoven-Erlebnis so direkt wie hier; selbst in grundsätzlich ähnlichen Interpretationsansätzen von Scherchen und Leibowitz bis Harnoncourt und Gardiner bleibt meist eine gewisse, ehrfurchtbasierte Distanz zum Hörer, die Rajskis Ensemble zu überbrücken scheint: Man fühlt sich direkt angesprochen. – Kaum zu fassen, dass ein derart bedeutender Beitrag zur Beethoven-Diskographie dann auch noch in sagenhafter, puristischer Analog- bzw. Röhren-Qualität produziert wurde. Sammeln!

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