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Jubi

Am 2. April 1989 wurde das Label TACET in Stuttgart aus der Taufe gehoben.

Um das große Jubiläum gebührend zu feiern haben wir uns eine ganze Menge ausgedacht.

Die Blu-ray Disc mit dem TACET Real Surround Sound und hochaufgelöstem Stereo hat einen sehr erfolgversprechenden Start hingelegt. Es folgen viele weitere Neuerscheinungen auf diesem Medium. Auf Vinyl geht's nach den spektakulären "Play Backwards"-LPs vom letzten Jahr mit Volldampf und neuen Überraschungen weiter. Allein 3 CD-Neueinspielungen erwarten wir von Evgeni Koroliov (Schubert, Strawinsky, Beethoven). Durch das Jahr hindurch vertieft sich das Auryn Quartett zusammen mit Nobuko Imai in eine Gesamtaufnahme der Streichquintette von Mozart. Christoph Ullrich startete vor einigen Tagen bereits in die völlig verrückte Gesamtaufnahme der 555 Klaviersonaten von Domenico Scarlatti. Das Nederlands Philharmonisch Orkest spielt die Sinfonien von Gounod. Und Wojchiech Rajski macht uns im Sommer mit seiner polnischen Kammerphilharmonie das schönste Geburtstagsgeschenk: Er komplettiert den ersten Beethoven-Sinfonien-Zyklus im TACET Real Surround Sound. Noch nie wurde nach einer Aufnahme so oft und hartnäckig über Jahre hinweg von Kunden gefragt wie nach dieser Neunten. Und das ist beileibe noch nicht alles…

Ein ganz wichtiger Termin für Sie und uns: die High End Messe in München vom 15. bis 18. Mai. Dort haben wir einen etwas größeren Stand als sonst gebucht, um unsere Aufnahmen in bestmöglicher Qualität vorzuführen. Und zwar anders als üblich, nämlich in Form von "Konzerten" unserer Tonträger. Wir bieten die Musik in einer Klangqualität an, die viele Menschen noch gar nicht kennen. Jeder soll erfahren, was für überwältigende Erlebnisse unsere Aufnahmen ermöglichen. Manch einer wird sogar Details aus den Partituren entdecken, die ihm im Konzert verborgen geblieben waren. –

Um der Musik gerecht zu werden, spielen wir nach einem festgelegten Programm vor. Thomas Gluck aus Schweden moderiert, ich helfe ihm, Freunde und wichtige Künstler besuchen uns, aber vor allem läuft Musik und zwar längere Passagen als üblich. Ganze Sätze, ganze Werke. Wie gesagt, ein Konzertprogramm. Kommen Sie doch auch vorbei!



Unsere Plakatserie zum Download:

Soeben ist eine neue Plakatserie zum 25-jährigen Jubiläum von TACET fertig geworden. 5 Plakate stellen einzelne Aspekte unserer Arbeit vor, die über die vielen Jahre hinweg halfen, ein unverwechselbares Profil zu schaffen: Innovationsfreude, Heimat für Künstler, besonderer Klang, Lust an der Musik und personelle Konstanz. Falls der eine oder andere Leser das eine oder andere Plakat aufhängen möchte: Nur zu - die Druckdaten liegen hier bereit!

TACET 25 Years of Innovations 25 Jahre Innovationen

Beispiel gefällig? Wie wär's mit Bestellnummer 1 "Premiere - Wir gehen ins Konzert", dem ersten Spiel mit Musik und CD? Dieses vergnügliche Gesellschaftsspiel machte sich den Umstand zunutze, dass man bei einer CD erstmals direkt auf einzelne Musikstücke springen konnte, seinerzeit eine Sensation. Bei einer LP hätte das ein wildes Suchen nach der richtigen Kennrille gegeben und bei bandgestützen Systemen ein einziges Spulen, beides nicht praktikabel. Auf der CD tippt man ein: "25" und es kommt Track 25. - Oder wie wär's mit der Bestellnummer 207, dem Rückwärts-Boléro, der sicherlich bestverkauften LP-Klassikerscheinung des letzten Jahres? Einfach die Nadel nicht außen, sondern innen einsetzen mit durchschlagendem Erfolg: Deutlich besserer Klang dort, wo's wirklich drauf ankommt, nämlich am Schluss. Viele fragen sich seitdem, warum das nicht schon immer Standard bei der LP war. Allein diese beiden Produktionen haben dem Musikmarkt mehr als nur eine Duftnote verliehen, doch stehen sie hier nur als Symbole für die ununterbrochene Innovationskraft unseres Labels. Weitere bahnbrechende Neuheiten wie der vor 14 Jahren entstandene TACET Real Surround Sound werden - davon bin ich überzeugt - den Musikmarkt noch weit mehr und nachhaltiger beeinflussen - oder tun es bereits. Und auch das Jubiläumsjahr hält Überraschungen bereit...

 

 

TACET 25 Years Home for Artists 25 Jahre: Heimat für Künstler

Die Künstler fühlen sich bei TACET so gut aufgehoben, dass sie gar nicht woanders hin wollen.
TACET-Aufnahmen bleiben viele Jahre oder sogar Jahrzehnte im Katalog. Die für Musiker oft schmerzhafte Erfahrung, dass eine mit viel Herzblut entstandene Aufnahme plötzlich gar nicht mehr auf dem Markt ist, kennen unsere Künstler nicht. So gibt es vom Auryn-Quartett mittlerweile 58 verschiedene Tonträger, von Evgeni Koroliov 16, vom Abegg Trio praktisch alles, was sie jemals aufgenommen haben, ebenso von Erika Haase (gest. 2013), von Hartmut Lindemann, vom Gaede Trio und etlichen anderen.
Musiker lieben die Natürlichkeit der Klangfarben von TACET-Aufnahmen. Ein Tonmeisterkollege fragte mich einst: "Mensch, wo nimmst du immer diese Klangfarben her?" Wohl auch von den Röhrenmikrofonen, vor allem aber von den Musikern. Und von anderen Beteiligten: Was andere Firmen für die fertige Aufnahme ausgeben, das fällt bei TACET allein schon für den Flügel an.
Die Auswahl der Stücke verläuft einvernehmlich und partnerschaftlich. Am Anfang steht die Entscheidung für den Künstler, dann folgt das Programm. Oft finden Ideen der Musiker in den Katalog, oft eigene oder Anregungen von außen, immer aber in voller Übereinstimmung und voller Begeisterung. Nur das macht langfristige Projekte wie die Gesamtausgabe der Streichquartette von Joseph Haydn, die Beethoven-Sinfonien oder sogar alle Sonaten von Scarlatti möglich.
Die künstlerische Covergestaltung, das klare Layout auch innerhalb der Hefte, interessante und einfühlsame Einführungstexte, Übersetzungen von originalsprachlichen Musikern und vieles andere tragen zur Zufriedenheit der Künstler bei.
Kein Wunder, dass die Künstler TACET als ihre Heimat betrachten.

 

TACET 25 Years of Sound.pdf 25 Jahre Klang

Klang 1 - Stewart Eaton hat eine neue Viola bekommen, eine kostbare Leihgabe. Das Auryn Quartett probt gerade ein Stück, und er spielt das Instrument zum ersten Mal. Die drei anderen trauen ihren Ohren nicht. Was ist denn das? So kennen sie ihren Bratscher doch gar nicht! Und auch sich selber hören sie auf einmal anders. Sie vergessen beinahe weiterzuspielen. Bald schon klingen sie selber anders, obwohl sich doch bei ihren Instrumenten gar nichts verändert hat.

Klang 2 - Evgeni Koroliov nimmt ein Stück von Bach auf. Mühelos könnte er es zehnmal fehlerfrei spielen. Doch er ist nicht zufrieden. Er sucht einen anderen Klang. "Stellen Sie bitte Ihre Maschinen ab, ich muss noch ein wenig putzen." Er spielt nur ein paar einzelne Töne, sucht, tastet. Dann wiederholt er das ganze Stück für das Band, immer wieder, und jedes Mal schält sich mehr von dem heraus, was er sucht. Noch ein klein wenig weniger Druck und der Ton würde gar nicht mehr klingen. Das ist es. Ein zerbrechlicher Klang an der Grenze zum Nichts.

Klang 3 - Ein altes Röhrenmikrofon rauscht anders als ein modernes Tranistormikrofon. Es rauscht ein bißchen mehr und ungleichmäßiger. Manchmal ist die Röhre zu alt oder hat einen schlechten Tag erwischt. Dann "bruzzelt" sie ein wenig, oder sie "krisselt". Geht es zu arg, muss sie ausgetauscht werden oder, wenn es keine Ersatzröhren mehr gibt, das ganze Mikrofon. Bleibt das Rauschen aber unter der subjektiven Hörschwelle, dann liebe ich diesen etwas unsteten, lebendigen Klang, der die Musik gerade eben nicht stört, sondern statt dessen sogar bereichert. Dabei denke ich an die Leinwand des Malers, die auch sichtbar ist und doch mit dem, was er malt, scheinbar nichts zu tun hat.

Welche von diesen Komponenten - das Instrument, das Spiel, die Übertragung - welchen Einfluss ausübt, lässt sich nicht bestimmen. Und es gibt ja noch weitere, z. B. den Raum. Alle zusammen bestimmen in ihrer Gesamtheit das, wonach bei jeder einzelnen Veröffentlichung des Labels TACET von allen Beteiligten mit Leidenschaft gesucht wird. Seit 25 Jahren.

 

TACET 25 Years Lost in Music Lost in Music for 25 Years

25 Jahre, das sind

14 Blu-rays
21 SACDs
26 LPs
35 DVD-Audios
235 CDs
244 Interpreten
318 Komponisten
1693 Werke
5485 Tracks

und ungefähr

400 Stunden Musik
50000 Takte
20000000 Noten
200000000000 Samples
4000000000000 Bits

und nie nie nie wird's langweilig! Das ist das Programm von TACET.

 

TACET 25 Years of TACET

25 Jahre TACET

Vor 25 Jahren reichte es, einen bekannten Künstler mit einem Programm seiner Wahl auf CD herauszubringen, und der Verkaufserfolg war gewiss. Heute könnte man in Abwandlung eines Wortes von Karl Valentin sagen: Es ist schon alles aufgenommen worden, nur noch nicht von allen. Einen Künstler A mit dem Programm B in einem Saal C so zu konservieren, dass immerhin die Töne gut zu erkennen sind, das bietet mittlerweile fast jedes Handy. Warum dafür Geld ausgeben? Ist der Künstler berühmt und hat er etwas Persönliches zu sagen, dann erscheint ein Konzertbesuch allemal lohnender.

Mit der Fotografie verhält es sich ähnlich. Früher war ein Foto eine teure Angelegenheit. Heute liefert die billigste Digitalkamera gestochen scharfe Bilder. Wer etwas besonderes will, der macht keine Schnappschüsse mehr. Das Inszenieren von Fotos wird immer wichtiger. Darauf weist z. B. der Aufwand hin, der heutzutage für Hochzeitsfotos getrieben wird. Von meiner Frau und mir gibt es ein einziges, ohne Füße...

Als Tonmeister konnte ich "die Platte" noch nie als einen schlechten Ersatz für das Live-Konzert akzeptieren. Ich habe stets versucht, sie als eigenes künstlerisches Medium zu betrachten. Heute mehr denn je kommt es darauf an, Werke und Interpretationen auf besondere, aber sinnvolle Art zu inszenieren und zwar so, wie es im Konzert nicht möglich ist. Es gilt, den Künstler zu unterstützen, ihn herauszufordern, ihm die Unterschiede zwischen Konzert und Platte zu zeigen und mit ihm auf die abenteuerliche Schatzsuche jenseits des Konzertsaals zu gehen. Ungewöhnliche und durchdachte Aufnahmen sind immer interessant.

Das wollen wir in den kommenden Jahren fortsetzen.

 


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