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(...) [Es gelingt] Andreas Spreer diese Bandbreite des emotionalen musikalischen Ausdrucks, die alle Wäreme und alle Feinnervigkeit des Spiels genauso einfängt wie die wuchtigen Abstiege in den Keller des Fazioli, wie sie Pianist Markus Schirmer zelebriert, absolut authentisch einzufangen. Zuweilen glaubt man tatsächlich, vor dem 2,78 Meter langen Flügel zu sitzen und das Schwingen seiner Saiten unmittelbar zu spüren. Der Audiophile Andreas Spreer ist beim Half-Speed-Mastering allerdings noch nicht am Ende seines analogen High End-Lateins. Weil sich - wie bei vielen klassischen Stücken - auch hier die lautesten Passagen am Ende befinden, droht bei den immer enger werdenden Rillen Verzerrung. Eine Gefahr, die Spreer schon bei früheren Produktionen durch einen gleichermaßen spektakulären wie genialen Kunstfriff gebannt hat: Seite 2 der Scheibe wird einfach von innen nach außen - also quasi rückwärts - abgespielt. (...)
Die Praxis des Hörens bestätigt die Theorie: Die akustische Darbietung per Schallplatte darf man nicht weniger als eine Offenbarung nennen. (...)
Thomas Senft

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