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(...) Kein Problem für den Profi-Virtuosen Christian Altenburger, der hier als Gast mit Matthias Lingenfelder und Stewart Eaton vom Auryn Quartett eine hinreißende Interpretation hinlegt: durchtränkt von Dvoraks üppig verströmenden Musikantentum, Lust am Spiel und einem sicheren Gespür für die klanglichen harmonischen und atmosphärischen Finessen dieses Gelegenheitswerkes, das alles andere ist als eine Petitesse (…)

3 mal 2 gleich sechs so der poetische Titel der CD, will sagen zwei Terzette und ein Sextett. Diese Werke sind Explosionen in reinstem Dur, alle in glücklichen Momenten in Dvoraks Leben entstanden, ganz besonders das A-Dur Sextett op.48.(…)

Die Eleganz, mit der Dvorak das musikantische und das elaborierte kombiniert, das Tänzerisch-Stimmungsvolle mit großer Form, das vermeintlich naive mit kammermusikalischer Konversation, diese Dvorakschen Balanceakte werden von den Auryns und ihren Gästen auf beglückende Weise zum Klingen gebracht. Die Musiker geben dem slawischen Temperament ihre poetische Aura genauso wie der kammermusikalischen Filigran-Arbeit im Gespräch der sechs Stimmen. Die dunklen Farben, für die Bratscher Dvorak in diesem Werk ein deutliches Faible zeigt, klingen dabei gelöst strahlend. Und die Musiker haben ein sicheres Gefühl für den Dvorak-Ton, den sie nie sentimental überladen. Die Melancholie, die bei Dvorak ähnlich wie im Blues auch Freude transportiert, hat nie Tränensäcke und der Jubel wirkt nie besoffen. (…)

Daniel Finkernagel

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