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--> zur Originalkritik

Zunächst scheint alles auf eine weitere x-beliebige Aufnahme des ersten und des fünften Violinkonzerts von Mozart hinzudeuten. Und dann kommt es ganz anders.
Das Besondere an dieser Interpretation ist, dass die Solostimme so zurückgenommen und fein gezeichnet wird. Eigentlich wird interpretatorisch nichts Neues geboten. Aber wie Nikolic seinen Part angeht, das gefällt ungemein. Normalerweise erhebt sich ein Solist mit deutlich herausgehobenem Ton über das Tutti und schwebt in eigenen Sphären. Hier aber bleibt Nikolic mit fast zartem Spiel und eleganter Führung im Orchester. Die Solostimme ist damit gerade deutlich herauszuhören und doch auch im Klang eingebunden. So einen unprätentiösen Ansatz, der mit fantastischer technischer Eleganz glänzt, habe ich noch nicht gehört. Das ragt wegen des Nichtherausragens heraus.
Das Niederländische Kammerorchester, dessen Konzertmeister Nikolic ist, agiert mit spritzigem Charme und feiner Technik und unterstützt seinen Konzertmeister beim Solo. Abgerundet wird diese hochspannende Aufnahme durch die fantastische technische Realisation.

Uwe Krusch

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