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Dem Hamburger Pianist Evgeni Koroliov widmet Tacet eine ganze Serie von Klavieraufnahmen, die jetzt erschienene Schubert-Einspielung ist die Nr. 15 dieser Serie. Aber in diesem Fall geht es nicht darum eine Rarität oder Ungewöhnliches zu präsentieren, hier dürfen die Musik Schuberts und die Interpretation von Evgeni Koroliov ganz für sich sprechen. Er hat hier zwei späte Klaviersonaten Schuberts ausgewählt: die G-Dur-Sonate und die A-Dur-Sonate D 959. Und diese Klaviermusik Schuberts zeichnet aus, dass er hier zu seiner eigenen Sprache gefunden hat, dass hier zwar noch ruppige Passagen in der Nachfolge Beethovens zu finden sind, Schubert dazu aber besonders schöne Melodien als Kontrast setzt - und das alles in wirklich große Formen zu gießen weiß.

Evgeni Koroliov gestaltet diese Gegensätze sehr schön, vor allem aber verfügt er über einen sehr delikaten und subtilen Anschlag, der diese Musik zum Singen bringt - und das hatte Schubert selbst einmal als besonderes Lob für sein Klavierspiel gerne angenommen. Dieses kantable Spiel zeichnet den Schubert Evgeni Koriolovs aus.

Martin Grunenberg

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