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Koroliovs Schubert-Interpretationen in dieser fünfzehnten Folge der ihm gewidmeten Tacet-Serie zwingen geradezu, einen genaueren Blick auf das als "Fantasie-Sonate" publizierte Wunderwerk in G-Dur (D 894) zu werfen. In befriedigender Einsamkeit scheint der Pianist seine Bahn zu ziehen, sobald er zu vertretbaren Resultaten gekommen ist, und gibt sich doch emotional zu erkennen im Einklang mit dem von ihm erarbeiteten Gang der musikalischen Dinge - ohne sich je in den künstlerischen "Wahlkampf" zu begeben, indem er mit diesem und jenem pianistischen Kunststück um Anerkennung bettelt. Koroliovs Wirken sollte nicht nur seinem Stammpublikum von Gewinn sein, sondern all jenen Musikfreunden, die sich intensiver mit den Klavierkompositionen Schuberts beschäftigen und sich im vergleichenden Hören immer wieder bereichert wissen.

Peter Cossé

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