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--> zur Originalkritik

Mit seiner Aufnahme von Bachs „Die Kunst der Fuge“ ist Evgeni Koroliov Anfang der neunziger Jahre bekannt geworden. Für György Ligeti war es die Platte, die er auf „eine einsame Insel“ mitnehmen und dort „bis zum letzten Atemzug“ immer wieder hören würde. Seitdem hat Koroliov zwischen seinen anderen Projekten immer wieder Bachs Klavierwerke zyklisch eingespielt. Mit den sechs Partiten, die zu den beliebtesten Klavierwerken Bachs zählen, hat er lange gewartet, legt aber nun mit den Partiten No. 1, 2 und 6 die erste Hälfte bei seiner bevorzugten Plattenfirma Tacet vor. Was soll man sagen: Die Art und Weise, mit der Koroliov diese Musik spielt, hat etwas Endgültiges, Unangreifbares. Hier stimmt einfach alles: der entspannte Duktus, der große Atem, die Balance der Stimmen, die in den Fluss der Musik eingebetteten Verzierungen. Wer einen quasi „vollendeten“ Bach sucht: Hier ist er.

Frank Armbruster

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