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"Was für ein Glück für einen jungen Pianisten, gleich eine CD mit der klanglichen Differenziertheit und Ausgeglichenheit einer Tacet-Aufnahme (diese EigenArt-Einspielung wurde von Andreas Spreer produziert) vorlegen zu können. Thomas Hell (Jg. 1970) nutzt die Gelegenheit, seine hohe Musikalität und sein ausgeprägtes Klanggefühl zu präsentieren. Reger hat in seinem op. 81 ein sehr intimes Bach-Thema verarbeitet. Thomas Hell gelingt es, das ausgesprochen fein gewobene, oft orchestral gedachte Netz des Regerschen Tonsatzes plastisch in Klang zu übersetzen. Und er schafft es zudem, die lange, gut halbstündige Strecke über den Spannungsbogen zu halten: nicht auftrumpfend, sondern der jeweiligen Textur angemessen, sich auch (Variation 8) die nötige Ruhe nehmend, Abstriche in Sachen kraftvolle Präsenz sind dort zu machen, wo Hell massive akkordische Blöcke zu ordnen hat. Auch für den sehr subtilen Witz (und die rhythmischen Vertracktheiten) in Schumanns Humoreske hat Thomas Hell einen erfrischend vielfältigen, vor allem aber musikalisch runden, von entwaffnend schlicht bis übermütig frech reichenden Ansatz. Eine vielversprechende Debüt-CD."
Kalle Burmester

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