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"Ewigkeit - wenn sie einem deutschen Dichter zuerkannt wird, dann Johann Wolfgang von Goethe. Das haben auch die Komponisten früh erkannt und reichlich Goethe-Verse vertont. Manches aber hat sich dem musikalischen Zugriff bis heute weitgehend entzogen. Und so bietet die Ersteinspielung von Peppings (1901-1981) "Heut und Ewig - Liederkreis für Chor nach Gedichten von Goethe" auch inhaltlich eine Entdeckungsreise, die dem Dichterfürsten in erstaunlcih vielen Facetten nahekommt: Ironisches, Hymnen, Venezianische Epigramme - bis hin zum "West-östlichen Divan" reicht die Palette der Texte, die Pepping in seinem umfangreichsten weltlichen Zyklus zum Goethe-Jubiläum 1949 für Chor a cappella vertont hat.
Das Sächsische Vocalensemble unter Leitung von Matthias Jung stellt sich auf seiner dritten bei Tacet erschienenen CD den höchst diffizilen Stücken. Kein Pathos findet sich in den Chorsätzen, kein leicht zu erheischender Effekt. Stattdessen: vertrackte Harmonik, raffinierte Metren, anspruchsvolle Stimmführung.
An den barocken Meistern Bach und Schütz geschult bewältigen die Sachsen diese Schwierigkeiten mit Eleganz und chorischer Disziplin. Schlank, flexibel präsentiert sich der Chorklang. (...)"
BS

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