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"Daniel Gaedes ′Hommage à Kreisler′ (Tacet 52) habe ich seinerzeit meinem ′musikalischen Gewissen′ weitergegeben, einer Geigerin mit untrüglicher Musikalität. Ihre Reaktion: ′Da schnurrt die Seele′. Genau dies trifft auch auf diese Einspielung zu. Wer tut sich in heutiger Zeit noch ein Ave Maria oder ähnliches an? Nach dem Hören aber muss ich sagen: Wenn ich mir Gaedes ′Ave Maria′ (Schubert), die ′Meditation′ (Massenet) und die übrigen Miniaturen hätte entgehen lassen, hätte ich mich um ein in seiner anrührenden Art rar gewordenes Erlebnis gebracht. Besonders erfreut mich, dass bei Gaedes Reise durch die Violinliteratur auch einige lang gehegte (halbseidene...) Wünsche erfüllt werden. Dazu gehört insbesondere Charles-August de Beriots ′Scène de Ballett". Gaede, auch schon konzertmeister bei den Wiener Philharmonikern, offenbart geigerische Erzählkultur voll liebevoller Zuwendung und Gespür für Stimmungen, lässt sich und dem Hörer Zeit zum ′eintauchen′ ohne die leichtfüßige ′Scène′ durch krachende Virtuosität zu ′exekutieren′. Die Aufnahme wurde durchweg mittels Röhrengeräten realisiert und erscheint parallel auch als ′Tube Only′-LP (Tacet L 117)."
Wolfgang Wendel

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