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Mieczyslaw Wajnberg wurde erst posthum durch seine Ausschwitz-Oper "Die Passagierin" (1968) international bekannt. Das Werk erfuhr allerdings erst 2010 bei den Bregenzer Festspielen seine szenische Uraufführung. Der 1919 in Warschau geborene Wajnberg floh wegen seiner jüdischen Abstammng vor den Deutschen und kam 1943 auf Empfehlung von Schostakowitsch nach Moskau. Der Schwerpunkt seines umfangreichen Schaffens liegt jedoch auf der Instrumentalmusik. Seine beiden traditionell angelegten dreisätzigen Flötenkonzerte op. 75 und op. 148 (1961/87) sind virtuos-kantable Spielmusiken im besten Sinne, desgleichen die 12 Miniaturen op. 29. Durchweg dominieren originelle Klangfarben, häufig klingen volksliedartige Melodien an. Kauzig-verschroben, aber auch verspielt kommt das Trio op. 127 für Flöte, Viola und Harfe daher. Die junge polnische Flötistin Antonina Styczen versteht es, mit ausgesprochen schöner Tongebung und technischer Perfektion die vielschichtigen musikalischen Stimmungen dieser Raritäten wiederzugeben. Ihre Trio-Partner und die Polnische Kammerphilharmonie Sopot unter Wojciech Rajski erweisen sich dabei als verlässliche Partner.
Holger Arnold

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