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--> zur Original-Kritik

Christoph Ullrich verfolgt in seiner Gesamteinspielung von Scarlattis Klaviersonaten eine ebenso stilsichere wie persönlich geprägte Perspektive bei seiner Deutung dieser klavieristischen Kleinkunstwerke. Sie sind ja alles andere als liebenswürdige Miniaturen, sondern stellen jede für sich ein eigenes kleines musikalisches Universum von ausgeprägter Eigenart dar: Das beweist Christoph Ullrich auch auf der neuesten Folge seiner Integrale, indem er die Vielfältigkeit dieser pianistischen Preziosen vollendet zu gestalten weiß und sich erneut zum Anwalt der stilistischen Individualität Scarlattis macht. Bemerkenswert ist auch die Eleganz des Klavierstils, mit der Ullrich eine Brücke von Scarlattis spätbarockem Clavierstil in die Welt des heutigen Konzertflügels spannt.

Eine der Leistung des Interpreten ganz und gar ebenbürtige Tontechnik steht dafür ein, dass auch diese Folge von Christoph Ullrichs Gesamteinspielung von Domenico Scarlattis Klaviersonaten, die angesichts der Fülle von Domenicos Sonatenschaffen ein wahres Mammutvorhaben darstellt, ihren erstklassigen Rang behaupten kann.

Detmar Huchting

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